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Rosen malen mit Aquarell

Eine Rose sieht schwierig aus, besteht aber nur aus Bögen um eine dunkle Mitte. Mit dieser Anleitung malst du deine erste Rose in einer Viertelstunde.

Zur Anleitung
Botanische Darstellung einer rosa Zentifolie mit Knospen und Blättern
Rosa centifolia, Henry-Joseph Redouté, Cleveland Museum of Art, CC0

Das brauchst du

  • Aquarellpapier mit 300 g/m²
  • Chinacridonrosa oder ein anderes kühles Rot, dazu Ultramarinblau
  • Zitronengelb und Phthaloblau für das Grün
  • Einen runden Pinsel mit guter Spitze, Größe 6 bis 10

Rosen wirken frisch, wenn das Rosa kühl ist. Ein warmes Rot wie Pyrrolrot wird verdünnt eher lachsfarben. Welche Rottöne kühl und welche warm sind, zeigt der Farbkreis.

Einfache Rose Schritt für Schritt

Mal mit · 30 Minuten · Einsteiger

Einfache Rose

  1. Einfache Rose, Schritt 1 von 5

    Schritt 1 von 5

    Form skizzieren

    Zeichne mit Bleistift einen kleinen Kreis für die Mitte und darum zwei, drei weite Bögen für die äußeren Blütenblätter. Mehr Vorzeichnung brauchst du nicht.

Einfache Rose: alle 5 Schritte nebeneinander auf einem Blatt
Alle Schritte auf einen Blick

Dein Bild darf ruhig anders aussehen als das Beispiel.

Die weißen Lücken zwischen den Blättern sind wichtig. Sie trennen die Blätter voneinander, ohne dass du Linien ziehen musst.

Rosenblüte nass in nass

Diese Variante wirkt weich und verträumt. Mach einen runden Fleck auf dem Papier mit sauberem Wasser feucht. Tupfe Rosa hinein und in die Mitte etwas kräftigeres Rosa. Die Farbe verläuft zu einer weichen Blüte. Sobald der Glanz vom Papier weg ist, das Papier aber noch kühl wirkt, ziehst du mit dem Pinsel ein paar Bögen um die Mitte. Sie bleiben leicht unscharf und deuten die Blätter nur an.

Wie stark die Farbe läuft, hängt davon ab, wie nass das Papier ist. Probier das zuerst auf einem Rest aus. Mehr zu dieser Technik steht in der Anleitung für Anfänger.

Kleiner Rosenstrauß

Für einen Strauß malst du drei Rosen in unterschiedlicher Größe als Dreieck. Die größte steht vorn und unten. Male die Blüten in leicht verschiedenen Tönen: eine fast weiß mit wenig Farbe, eine kräftig rosa, eine mit einem Hauch Lila. Zwischen die Blüten kommen Blätter, die sich überlappen dürfen. Ein paar Knospen am Rand lockern den Strauß auf.

So ein Strauß eignet sich gut als Geburtstagskarte. Die Rose passt auch zu den Weihnachtskarten, wenn du sie in Rot malst.

Häufige Fehler bei Rosen

  • Zu genaue Vorzeichnung. Wer jedes Blatt vorzeichnet, malt steif nach. Ein Kreis und ein paar Bögen reichen.
  • Die Mitte zu hell. Der Kontrast zwischen dunkler Mitte und hellen Außenblättern macht die Rose aus.
  • Grün aus der Tube. Das reine Grün aus dem Kasten wirkt neben Rosa künstlich. Mischt du etwas Rot hinein, passt es besser.

Wenn es anders aussieht

Die Blätter laufen ineinander

Lass zwischen den Blättern schmale weiße Streifen frei. Ist es schon passiert, tupfe die nasse Stelle sofort mit Küchenpapier ab.

Die Rose wirkt flach

Die Mitte ist meist zu hell. Gib ihr nach dem Trocknen eine zweite, kräftigere Schicht Rosa.

Das Rosa wird lachsfarben

Du hast ein warmes Rot erwischt. Für Rosen brauchst du ein kühles Rot wie Chinacridonrosa.

Das Grün sieht künstlich aus

Misch einen Hauch Rot ins Grün. Das nimmt die Grelle und passt besser zur Blüte.

Jetzt bist du dran

Deine Abschlussaufgabe

Male drei Rosen nebeneinander, jede etwas anders.

Kurzer Wissenscheck

Welches Rot eignet sich am besten für zarte Rosen?

Wie bekommt die Rose Tiefe?

Nächste Lektion: Tulpen malen

Häufige Fragen

Welche Farbe brauche ich für Rosen?

Ein kühles Rot wie Chinacridonrosa. Mit Wasser verdünnt ergibt es Rosa, mit wenig Ultramarin dunkle Schatten.

Wie male ich eine Rose einfach?

Male eine dunkle Mitte aus kleinen Bögen und darum hellere, größere Bögen. Zwischen den Bögen bleiben schmale weiße Linien frei.

Wie bekommt die Rose Tiefe?

Durch eine zweite Schicht nach dem Trocknen. Dunkle die Stellen ab, an denen ein Blatt unter einem anderen liegt.