Aquarell-Techniken zum Mitmalen
Vier Techniken tragen fast jedes Aquarell. Jede übst du hier in einer kleinen Lektion mit Bildern zu jedem Schritt. Danach malst du Blumen, Landschaften und Karten viel sicherer.
Mit Nass in Nass startenNass in Nass
Bei Nass in Nass malst du auf Papier, das noch feucht ist. Die Farbe breitet sich von selbst aus und bildet weiche, fließende Übergänge. So entstehen Himmel, Nebel, Wasser und unscharfe Hintergründe. Wie stark die Farbe läuft, hängt davon ab, wie nass das Papier ist: glänzend nass lässt sie weit laufen, matt feucht nur ein wenig.
Mal mit · 15 Minuten · Einsteiger
Nass in Nass
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Schritt 1 von 5
Papier anfeuchten
Zeichne ein Rechteck vor und mach die Fläche darin mit einem großen Pinsel und sauberem Wasser gleichmäßig nass. Das Papier soll glänzen, aber keine Pfützen haben.
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Schritt 2 von 5
Erste Farbe hineintupfen
Nimm kräftiges Ultramarinblau und tupf es oben in die nasse Fläche. Schau zu, wie die Farbe weich ausläuft. Nicht nachwischen.
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Schritt 3 von 5
Zweite Farbe dazu
Setz neben das Blau etwas Rosa. Wo beide sich berühren, entsteht von selbst ein weiches Violett.
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Schritt 4 von 5
Dritte Farbe unten
Tupf unten etwas Zitronengelb hinein. Es mischt sich mit dem Blau zu zarten Grüntönen.
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Schritt 5 von 5
Trocknen lassen
Lass alles flach liegen und ganz trocknen. Beim Trocknen werden die Farben heller. Jetzt siehst du, wie die Übergänge wirklich aussehen.
Dein Bild darf ruhig anders aussehen als das Beispiel.
Lasieren: Schicht über Schicht
Aquarellfarbe ist durchscheinend. Malst du eine zweite Schicht über eine trockene erste, mischen sich beide für das Auge, ohne dass sie auf dem Papier verlaufen. So baust du Schatten und Tiefe auf. Die wichtigste Regel: Die untere Schicht muss ganz trocken sein, sonst löst du sie wieder an.
Mal mit · 25 Minuten · Einsteiger
Lasieren: Schicht über Schicht
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Schritt 1 von 5
Drei Felder zeichnen
Zeichne drei gleich große Quadrate nebeneinander.
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Schritt 2 von 5
Erste Schicht Gelb
Male alle drei Quadrate mit hellem, verdünntem Zitronengelb. Ein Zug pro Bahn, nicht nachbessern.
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Schritt 3 von 5
Zweite Schicht Rosa
Wenn das Gelb ganz trocken ist, male das mittlere und das rechte Quadrat mit hellem Rosa. Das mittlere wird pfirsichfarben.
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Schritt 4 von 5
Dritte Schicht Blau
Nach dem Trocknen bekommt nur das rechte Quadrat eine Schicht helles Ultramarin. Es wird zu einem gedämpften, tiefen Ton.
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Schritt 5 von 5
Vergleichen
Leg die drei Felder nebeneinander: eine, zwei und drei Schichten. So siehst du, wie Lasuren Tiefe erzeugen, ohne dass die Farben schmutzig werden.
Dein Bild darf ruhig anders aussehen als das Beispiel.
Farbverlauf: von kräftig zu hell
Ein Farbverlauf geht gleichmäßig von einer kräftigen Farbe in das Weiß des Papiers über. Du brauchst ihn für Himmel, Wasser und Hintergründe. Das Geheimnis ist eine kleine Farbpfütze am unteren Rand jeder Bahn, die du mit der nächsten Bahn nach unten ziehst.
Mal mit · 15 Minuten · Einsteiger
Farbverlauf: von kräftig zu hell
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Schritt 1 von 5
Rechteck vorbereiten
Zeichne ein hohes Rechteck vor und leg das Papier leicht schräg, etwa mit einem Buch unter der oberen Kante.
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Schritt 2 von 5
Kräftige erste Bahn
Male oben eine Bahn mit kräftigem Ultramarin quer über das Rechteck. Am unteren Rand bildet sich eine kleine Farbpfütze. Die ist gewollt.
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Schritt 3 von 5
Mit Wasser verdünnen
Tauch den Pinsel kurz ins Wasser und male die nächste Bahn direkt darunter. Nimm dabei die Pfütze mit. Wiederhole das, jede Bahn etwas heller.
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Schritt 4 von 5
Ins Weiß auslaufen
Unten malst du fast nur noch mit Wasser. Die Farbe läuft sanft im Weiß des Papiers aus. Die letzte Pfütze tupfst du mit dem ausgedrückten Pinsel auf.
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Schritt 5 von 5
Ergebnis prüfen
Nach dem Trocknen siehst du einen gleichmäßigen Übergang ohne Streifen. Gibt es Streifen, war die Pfütze zu klein oder die Bahnen zu langsam.

Dein Bild darf ruhig anders aussehen als das Beispiel.
Negativmalerei
Bei der Negativmalerei malst du nicht die Form selbst, sondern ihren Hintergrund. Helle Blätter entstehen dadurch, dass du den Raum um sie herum dunkler malst. Mit jeder Schicht kommen weitere Blätter dazu, und das Bild bekommt Tiefe.
Mal mit · 30 Minuten · Einsteiger
Negativmalerei
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Schritt 1 von 5
Blätter vorzeichnen
Zeichne drei einfache, sich überlappende Blätter an einem kurzen Zweig.
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Schritt 2 von 5
Helle Grundfläche
Male die ganze Fläche, auch die Blätter, mit einem hellen Gelbgrün.
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Schritt 3 von 5
Um die Blätter herum malen
Misch ein mittleres Grün und male es nur um die drei Blätter herum. Die Blätter bleiben hell und treten nach vorne.
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Schritt 4 von 5
Zweite Ebene
Zeichne im mittleren Grün ein paar weitere Blattformen ein und male mit dunklem Blaugrün um diese herum.
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Schritt 5 von 5
Drei Helligkeiten
Fertig: helle Blätter vorne, mittlere dahinter, dunkler Hintergrund. Genau diese Staffelung macht Negativmalerei so räumlich.
Dein Bild darf ruhig anders aussehen als das Beispiel.
Wenn es anders aussieht
Nass in Nass läuft unkontrolliert
Das Papier war zu nass. Warte, bis der Glanz fast weg ist, bevor du Farbe hineingibst.
Helle Blüten mit hartem Rand
Das sind Wasserränder: Nasse Farbe ist in eine fast trockene Fläche gelaufen. Lass solche Stellen ganz trocknen oder arbeite zügiger.
Lasur wird fleckig
Die untere Schicht war noch nicht trocken. Prüfe mit dem Handrücken: Fühlt sich das Papier kühl an, ist es noch feucht.
Verlauf mit Streifen
Die Farbpfütze am Bahnende war zu klein oder du warst zu langsam. Nimm mehr Farbe und male die Bahnen direkt nacheinander.
Jetzt bist du dran
Deine Abschlussaufgabe
Male auf einem Blatt alle vier Übungen nebeneinander und häng es neben deinen Maltisch.
Geschafft. Alle Punkte erfüllt.
Kurzer Wissenscheck
Häufige Fragen
Welche Aquarell-Technik sollte ich zuerst lernen?
Den Farbverlauf und Nass in Nass. Beide brauchst du für fast jeden Himmel und Hintergrund.
Was ist der Unterschied zwischen Nass in Nass und Lasieren?
Bei Nass in Nass malst du auf feuchtes Papier und die Farben verlaufen. Beim Lasieren malst du auf trockenes Papier, Schicht über Schicht, mit klaren Kanten.
Welches Papier eignet sich für diese Techniken?
Aquarellpapier mit 300 g/m². Dünneres Papier wellt sich bei Nass in Nass zu stark.
